Ja, klar! Ein leerer Tauchcomputer kurz vor dem Urlaub ist ärgerlich. Noch wichtiger ist aber: Nach dem Batteriewechsel muss das Gerät zuverlässig und dicht bleiben.
Ob du die Batterie selbst wechseln kannst, hängt vor allem vom Batterietyp und deinem konkreten Modell ab. Eine Knopfzelle im Mares Puck wird anders behandelt als der fest verbaute Lithium-Ionen-Akku einer Garmin Descent oder eines modernen Solar-Tauchcomputers.
In diesem Ratgeber erfährst du:
- wann ein Batteriewechsel nötig ist
- welche Batterietypen es gibt
- bei welchen Geräten ein Eigenwechsel möglich ist
- warum O-Ring und Dichtigkeit entscheidend sind
- mit welchen Kosten du rechnen solltest
- wie du deinen Tauchcomputer auf den nächsten Tauchgang vorbereitest
Wichtig: Diese Informationen ersetzen nicht die Bedienungsanleitung deines Modells. Bei Unsicherheit oder einem fest verbauten Akku solltest du den Batteriewechsel einer Fachwerkstatt oder dem Hersteller überlassen.
Wann solltest du die Batterie deines Tauchcomputers wechseln?
Ein Wechsel ist spätestens dann notwendig, wenn dein Computer eine Batteriewarnung anzeigt. Je nach Modell erscheint diese Warnung bereits mit ausreichendem Abstand zum vollständigen Ausfall.
Achte auf folgende Hinweise:
- Batteriesymbol oder Warnmeldung im Display
- deutlich kürzere Laufzeit
- Gerät schaltet sich unerwartet aus
- Display wird schwach oder reagiert verzögert
- Computer startet nach längerer Lagerung nicht mehr
- Akku verliert seine Kapazität deutlich schneller als früher
Warte nicht bis zum letzten Moment. Plane den Batteriewechsel am besten vor einer wichtigen Reise, einem Tauchkurs oder einer anspruchsvollen Tauchserie ein.
Nach dem Wechsel solltest du außerdem Datum, Uhrzeit, Gasgemische und persönliche Einstellungen kontrollieren. Bei manchen Geräten bleiben die Einstellungen erhalten, bei anderen können sie teilweise zurückgesetzt werden.
Die wichtigsten Batterietypen im Überblick

1. Knopfzelle
Viele klassische Tauchcomputer für Sporttaucher nutzen eine auswechselbare Knopfzelle. Typisch sind beispielsweise CR-Typen wie die CR2450.
Diese Batterie findest du unter anderem bei verschiedenen Mares-Modellen. Der Batteriewechsel ist dort häufig für den Nutzer vorgesehen. Trotzdem musst du sorgfältig arbeiten, denn das Batteriefach wird durch einen O-Ring abgedichtet.
Ein passendes Beispiel aus unserem Sortiment ist der Mares Puck Lite Computer. Auch der Mares Puck 4 Tauchcomputer gehört zu dieser Gerätefamilie, bei der du immer die genaue Modellanleitung beachten solltest.
2. Austauschbare AA-Batterie
Einige technische Tauchcomputer verwenden eine Standard-AA-Batterie. Bei Shearwater-Modellen wie Perdix oder Petrel ist der Batteriewechsel grundsätzlich auf eine einfache Wartung durch den Nutzer ausgelegt.
Wichtig sind dabei:
- die richtige Batteriequalität
- die korrekte Polarität
- ein sauberer Batteriefachdeckel
- intakte und korrekt sitzende O-Ringe
Für längere Reisen kann eine passende Ersatzbatterie im Tauchgepäck sinnvoll sein. Sie sollte trocken, geschützt und getrennt von Metallgegenständen aufbewahrt werden.
3. Lithium-Ionen-Akku
Viele moderne Tauchcomputer nutzen einen fest verbauten, wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Dazu gehören zahlreiche Garmin-Descent-Modelle sowie bestimmte Mares- und andere High-End-Computer.
Garmin weist ausdrücklich darauf hin, dass der Akku bei den meisten Fitness- und Tauchgeräten nicht vom Benutzer gewechselt werden kann. Bei Problemen mit der Stromversorgung soll das Gerät über den Garmin-Service geprüft werden. Mehr dazu findest du im offiziellen Garmin-Support.
Ein Eigenversuch kann hier mehrere Folgen haben:
- Verlust der Gehäusedichtigkeit
- Beschädigung von Display oder Elektronik
- Beeinträchtigung der Herstellergarantie
- erhöhtes Risiko eines Wasserschadens
4. Solar- und Hybrid-Systeme
Solar-Tauchcomputer oder Tauchuhren mit Solarunterstützung besitzen in der Regel ebenfalls einen internen Akku. Die Solarzelle lädt diesen Akku lediglich nach. Sie ersetzt keinen klassischen Batteriewechsel.
Wenn die Akkulaufzeit stark nachlässt, ist deshalb normalerweise ein Hersteller- oder Werkstattservice erforderlich. Ein gutes Beispiel für ein Solargerät ist der Garmin Descent G1 Solar.
Tauchcomputer Batterie wechseln: Selbst machen oder Fachwerkstatt?
Die Entscheidung hängt vom Modell, deinem handwerklichen Geschick und dem Wert des Geräts ab.
Eigenwechsel bei Knopfzelle oder AA-Batterie
Ein Eigenwechsel kann sinnvoll sein, wenn:
- der Hersteller ihn ausdrücklich erlaubt
- du die originale oder freigegebene Batterie verwendest
- du in einer sauberen, trockenen Umgebung arbeiten kannst
- du den O-Ring sicher beurteilen kannst
- du die Bedienungsanleitung vollständig gelesen hast
Arbeite niemals unter Zeitdruck. Ein Batteriewechsel am Strand, auf dem Bootsdeck oder mit sandigen Fingern ist keine gute Idee.
Fachwerkstatt bei Akku, Solar oder Unsicherheit
Eine Fachwerkstatt ist die bessere Wahl, wenn:
- ein Lithium-Ionen-Akku fest verbaut ist
- dein Gerät solarunterstützt ist
- du keine Erfahrung mit O-Ringen hast
- das Batteriefach beschädigt oder korrodiert ist
- der Tauchcomputer besonders teuer ist
- du direkt vor dem Urlaub maximale Sicherheit möchtest
Wir sind selbst aktive Taucher und wissen, wie wichtig ein zuverlässiger Computer unter Wasser ist. Die Tauchwerkstatt bietet Wartung und Service für viele Marken und Modelle an. Schreib uns einfach mit Hersteller und Modell. Wir prüfen, welcher Service für dein Gerät sinnvoll ist.
So wechselst du eine austauschbare Batterie richtig

Die folgenden Schritte gelten nur für Geräte, bei denen der Hersteller den Batteriewechsel durch den Nutzer erlaubt.
1. Bedienungsanleitung prüfen
Notiere zuerst:
- exakte Modellbezeichnung
- benötigten Batterietyp
- richtige Einbaurichtung
- Vorgaben zum O-Ring
- Vorgaben zum Fetten
- empfohlenes Anzugs- oder Verschlussverfahren
Bei manchen Modellen wird ein neuer O-Ring bei jedem Wechsel empfohlen. Bei anderen darf der vorhandene O-Ring weiterverwendet werden, sofern er einwandfrei ist.
2. Arbeitsplatz vorbereiten
Du brauchst:
- eine frische, passende Batterie
- ein sauberes, fusselfreies Tuch
- gegebenenfalls einen Kunststoff-O-Ring-Picker
- herstellergeeignetes Silikonfett, falls vorgeschrieben
- das passende Werkzeug oder eine Münze, sofern die Anleitung dies vorsieht
Lege das Gerät auf eine weiche, saubere Unterlage. Staub, Sand und kleinste Fasern können später eine undichte Stelle verursachen.
3. Batteriefach vorsichtig öffnen
Öffne den Deckel genau so, wie es der Hersteller beschreibt. Nutze keine scharfen Schraubendreher als Hebel an der Dichtfläche.
Merke dir die Position der alten Batterie. Fotografiere die Einbaurichtung, bevor du sie herausnimmst. So vermeidest du Fehler bei der Polarität.
4. O-Ring kontrollieren
Der O-Ring darf keine der folgenden Schäden zeigen:
- Risse
- Schnitte
- Quetschungen
- Verformungen
- spröde oder glänzend ausgetrocknete Stellen
- anhaftenden Sand oder Schmutz
Auch die Nut und die Dichtfläche müssen sauber sein. Entferne den O-Ring nur mit einem geeigneten Kunststoffwerkzeug. Metall kann die Dichtung oder die Nut beschädigen.
5. Neue Batterie einsetzen
Setze die neue Batterie mit der korrekten Polarität ein. Berühre die Kontakte möglichst nicht unnötig mit den Fingern.
Verwende nur den vom Hersteller freigegebenen Batterietyp. Eine scheinbar passende Batterie kann bei Spannung, Kapazität oder Bauform trotzdem ungeeignet sein.
6. Deckel schließen und Funktion prüfen
Schließe das Batteriefach ohne Gewalt. Überdrehe Schrauben oder Deckel nicht.
Danach:
- Gerät einschalten
- Anzeige kontrollieren
- Datum und Uhrzeit prüfen
- Tauchprofil und Gasgemische kontrollieren
- Batteriewarnung zurücksetzen, falls nötig
- mehrere Minuten auf korrekte Funktion achten
Ein Gerät, das nach dem Wechsel nicht sauber startet, gehört in den Service.
O-Ring, Fett und Dichtigkeit: Das musst du beachten
Beim Thema O-Ring gilt nicht: „Viel Fett hilft viel.“ Im Gegenteil. Zu viel oder falsches Fett kann Schmutz binden und eine Dichtung sogar beeinträchtigen.
Halte dich immer an die Modellanleitung:
- Wenn der Hersteller kein Fett vorsieht, bleibt der O-Ring trocken.
- Wenn Silikonfett erlaubt ist, genügt ein sehr dünner Film.
- Verwende nur O-Ring-kompatibles Pflegefett.
- Nutze kein beliebiges Haushaltsöl oder technische Schmiermittel.
- Ersetze einen zweifelhaften O-Ring lieber sofort.
Ein Drucktest durch eine Fachwerkstatt bietet zusätzliche Sicherheit. Besonders bei älteren Geräten, teuren Tauchcomputern und häufig genutzter Ausrüstung ist das sinnvoll.
Wichtig: Ein Funktionstest an Land beweist nicht, dass das Batteriefach unter Druck dicht bleibt. Deshalb solltest du nach einem Eigenwechsel zunächst in geringer Tiefe testen, bevor du einen tiefen oder dekompressionspflichtigen Tauchgang planst.
Was kostet ein Batteriewechsel?
Die Kosten hängen stark vom Modell und vom Leistungsumfang ab.
Als grobe Orientierung:
- einfache Knopfzelle: etwa 2–8 €
- originales Batteriekit mit O-Ring und Schrauben: häufig im niedrigen zweistelligen Bereich
- Fachwerkstatt mit Batterie, O-Ring und Drucktest: oft ungefähr 30–70 €
- Akkutausch bei komplexen Geräten: je nach Modell und Hersteller meist teurer
Ein günstiger Eigenwechsel ist nicht automatisch die beste Lösung. Wenn durch einen beschädigten O-Ring Wasser eindringt, können Elektronik und Display schnell deutlich mehr kosten als ein professioneller Service.
Vorbereitung vor dem nächsten Tauchgang

Prüfe deinen Tauchcomputer idealerweise einige Tage vor dem Tauchgang:
- Ist die Batterie- oder Akkuladung ausreichend?
- Funktionieren Display und Tasten?
- Sind Datum, Uhrzeit und Einheiten korrekt?
- Sind Luft-, Nitrox- oder Trimix-Einstellungen richtig?
- Wurde das Gerät nach dem Batteriewechsel getestet?
- Ist der Computer frei von Rissen oder Beschädigungen?
- Sind Armband, Bungee oder Halterung sicher?
Wenn du ohnehin neue Ausrüstung suchst, findest du in unserer Kategorie für Tauchcomputer Modelle von Garmin, Mares und Shearwater. Dazu gehören zum Beispiel der Mares Quad CI, der Shearwater Peregrine TX und verschiedene Garmin-Descent-Modelle.
Natürlich profitierst du bei Bestellungen von kostenlosem Versand und 14 Tagen Rückgaberecht. Bei Fragen beraten wir dich außerdem am Wochenende per WhatsApp, Telefon oder E-Mail.
Tipps für eine längere Batterielebensdauer
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du die Lebensdauer deines Tauchcomputers verlängern:
- Lade Akkus nur mit dem vorgesehenen Ladezubehör.
- Reinige Ladekontakte regelmäßig und halte sie trocken.
- Lagere das Gerät kühl, trocken und nicht dauerhaft in direkter Sonne.
- Spüle den Computer nach jedem Salzwassertauchgang mit Süßwasser.
- Schalte nicht benötigte Funktionen außerhalb des Tauchgangs aus.
- Vermeide lange Lagerung mit einer fast leeren Batterie.
- Prüfe den Batteriestand vor jeder Reise.
- Führe bei austauschbaren Batterien ein passendes Ersatzexemplar mit.
Fazit: Batterie wechseln, aber sicher
Beim Thema „Tauchcomputer Batterie wechseln“ gibt es keine Lösung, die für jedes Gerät passt.
Knopfzellen und manche AA-Batterien kannst du bei dafür vorgesehenen Modellen selbst austauschen. Bei fest verbauten Lithium-Ionen-Akkus und Solar-Systemen solltest du den Hersteller oder eine qualifizierte Fachwerkstatt beauftragen.
Entscheidend sind eine saubere Arbeitsweise, ein intakter O-Ring und die bestätigte Dichtigkeit. Wenn du unsicher bist, schick uns einfach die genaue Modellbezeichnung und ein Foto deines Tauchcomputers.
Schreib uns einfach per WhatsApp, Telefon oder E-Mail – wir helfen dir natürlich umgehend weiter!
























