Du träumst von spektakulären Unterwasseraufnahmen, aber findest professionelle Unterwasserkameras zu teuer? Kein Problem! Unterwasserfotografie mit dem Smartphone ist längst keine Notlösung mehr – mit der richtigen Ausrüstung und Technik machst du Bilder, die sich vor teuren Kamerasystemen nicht verstecken müssen.
Wir zeigen dir heute, wie du dein tauchen mit handy zum unvergesslichen Fotoshooting machst und welche Tricks die Profis verwenden. Das Beste daran: Du brauchst nur ein gutes unterwasser gehäuse smartphone und etwas Know-how!
Die richtige Grundausrüstung für dein Smartphone
Der wichtigste Baustein für erfolgreiche Smartphone-Unterwasserfotografie ist definitiv das wasserdichte Gehäuse. Hier solltest du auf keinen Fall sparen – denn ein defektes Smartphone kostet dich am Ende mehr als ein hochwertiges Schutzgehäuse.
Was macht ein gutes Unterwassergehäuse aus?
Ein professionelles Unterwassergehäuse für dein Smartphone muss mehrere Anforderungen erfüllen:
- Wasserdichtigkeit bis mindestens 40 Meter Tiefe – auch wenn du flacher tauchst, bietet das zusätzliche Sicherheit
- Zugang zu allen wichtigen Kamerafunktionen ohne das Gehäuse öffnen zu müssen
- Kratzfestes Material aus hochwertigem Polycarbonat oder Aluminium
- Gute Durchsicht ohne Verzerrungen oder Reflexionen

Profi-Tipp: Teste dein neues Gehäuse immer erst im Schwimmbad oder in flachem Wasser, bevor du es beim Tauchen verwendest. So gehst du sicher, dass alles dicht ist und die Bedienung funktioniert.
Zusätzliche Ausrüstung für bessere Ergebnisse
Neben dem Schutzgehäuse gibt es noch weiteres Equipment, das deine Unterwasserfotos deutlich verbessert:
Unterwasser-Beleuchtung ist besonders in größeren Tiefen unverzichtbar. Ab etwa 10 Metern Tiefe verschwinden die warmen Rottöne – hier hilft nur zusätzliches Licht. Kleine LED-Leuchten mit Smartphone-Halterung sind schon für wenig Geld erhältlich und machen einen riesigen Unterschied.
Rotfilter können Wunder wirken, wenn du ohne zusätzliche Beleuchtung fotografierst. Sie kompensieren das bläulich-grüne Licht unter Wasser und bringen natürlichere Farben zurück.
Die Smartphone-Auswahl: Nicht jedes Handy ist geeignet
Nicht jedes Smartphone eignet sich gleich gut für die Unterwasserfotografie. Hier die wichtigsten Kriterien:
Kamera-Eigenschaften, die wirklich zählen
- Große Kamerasensoren sammeln mehr Licht – besonders wichtig unter Wasser
- Optische Bildstabilisierung verhindert verwackelte Aufnahmen bei Strömung
- Manueller Modus für ISO, Belichtungszeit und Weißabgleich
- Wasserdichtigkeit des Smartphones selbst als zusätzliche Sicherheit

Aktuelle Top-Performer für Unterwasserfotografie sind iPhones ab der 12er Serie, Samsung Galaxy S-Modelle und Google Pixel-Smartphones. Diese bieten alle eine sehr gute Kameraqualität und unterstützen RAW-Aufnahmen für die spätere Bildbearbeitung.
Die richtigen Kamera-Einstellungen
Bevor es ins Wasser geht, solltest du deine Kamera-App optimal konfigurieren:
- ISO niedrig halten (maximal ISO 400) für weniger Bildrauschen
- Belichtungszeit anpassen – unter Wasser ist meist mehr Licht nötig als gedacht
- Autofokus auf Einzelpunkt stellen für präzise Schärfe
- RAW-Format aktivieren für maximale Flexibilität bei der Nachbearbeitung
Fotografische Techniken: So gelingen spektakuläre Unterwasserbilder
Die besten technischen Voraussetzungen nützen nichts ohne die richtige Technik. Hier die wichtigsten Regeln für professionelle Unterwasseraufnahmen:
Regel #1: Nähe ist alles
Je näher du an dein Motiv kommst, desto besser werden deine Bilder. Das liegt daran, dass Wasser Licht absorbiert und streut – weniger Wasser zwischen dir und dem Motiv bedeutet mehr Farben und besseren Kontrast.
Idealerweise fotografierst du aus maximal 1-2 Metern Entfernung. Das erfordert etwas Mut und eine ruhige Hand, aber die Ergebnisse sprechen für sich.
Regel #2: Die richtige Perspektive finden
Fotografiere auf Augenhöhe mit deinem Motiv oder leicht von unten nach oben. Bilder von oben nach unten wirken meist langweilig und zeigen nur den Rücken der Fische oder die Oberseite der Korallen.
Eine niedrigere Kameraposition erzeugt außerdem einen schöneren Hintergrund – statt Sandboden siehst du das blaue Freiwasser.

Regel #3: Licht optimal nutzen
Natürliches Licht ist dein bester Freund unter Wasser. Positioniere dich so, dass das Licht von der Oberfläche auf dein Motiv fällt, nicht in deine Kamera.
Bei bewölktem Himmel oder in tieferem Wasser wird zusätzliche Beleuchtung unverzichtbar. Hier gilt: Licht seitlich positionieren, nicht direkt neben der Kamera. Das verhindert unschöne Reflexionen von Schwebeteilchen im Wasser.
Praktische Tipps für den Unterwasser-Fotoshoot
Vorbereitung ist der halbe Erfolg
Bevor du ins Wasser gehst, solltest du alles perfekt vorbereiten:
- Gehäuse auf Dichtigkeit prüfen – am besten mit Papiertuch im Inneren
- Kamera-App testen und alle Einstellungen kontrollieren
- Speicherplatz freimachen – Unterwasserfotos brauchen viel Platz
- Ersatz-Akkus einpacken – Kälte reduziert die Akkuleistung erheblich
Während des Tauchgangs
Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Fotografieren unter Wasser:
Beide Hände benutzen – das Smartphone ist unter Wasser schwerer zu kontrollieren als an Land. Eine Hand am Gehäuse, eine Hand zur Stabilisierung.
Ruhig bewegen – hektische Bewegungen wirbeln Sediment auf und verscheuchen die Fische. Langsame, bedachte Bewegungen führen zu besseren Motiven.
Geduld haben – die besten Unterwasserbilder entstehen nicht in der ersten Minute. Beobachte deine Umgebung und warte auf den perfekten Moment.

Nach dem Tauchgang: Equipment-Pflege
Süßwasser-Spülung ist Pflicht – besonders nach dem Tauchen im Salzwasser. Spüle sowohl das Gehäuse als auch alle Anschlüsse gründlich mit klarem Wasser ab.
Trocknung beachten – öffne das Gehäuse erst, wenn es vollständig trocken ist. Ein Tropfen Salzwasser kann dein Smartphone zerstören.
Häufige Anfängerfehler vermeiden
Der größte Fehler: Zu viel wollen
Viele Einsteiger versuchen, bei jedem Tauchgang hunderte Fotos zu machen. Qualität geht vor Quantität – lieber 10 durchdachte Aufnahmen als 100 mittelmäßige Schnappschüsse.
Motiv-Auswahl für Anfänger
Starte mit ruhigen, großen Motiven wie Korallen oder Schwämmen. Fische zu fotografieren erfordert mehr Übung und Geduld. Sobald du die Grundlagen beherrschst, kannst du dich an bewegliche Motive wagen.
Häufige technische Probleme
Problem: Bilder sind unscharf
Lösung: Autofokus auf Einzelpunkt stellen, näher an das Motiv, beide Hände zur Stabilisierung
Problem: Farben sind zu bläulich
Lösung: Rotfilter verwenden oder zusätzliche Beleuchtung, Weißabgleich manuell einstellen
Problem: Zu viele Schwebeteilchen im Bild
Lösung: Blitzlicht seitlich positionieren, nicht direkt neben der Kamera

Bildbearbeitung: Das Beste aus deinen Aufnahmen holen
Auch die besten Unterwasserfotos profitieren von einer dezenten Nachbearbeitung. Mit Apps wie Lightroom Mobile oder Snapseed kannst du direkt auf dem Smartphone optimieren:
- Kontrast erhöhen für klarere Strukturen
- Sättigung vorsichtig anpassen – nicht übertreiben!
- Schärfe nachziehen für knackige Details
- Farbstich korrigieren besonders in den Blau- und Grüntönen
Profi-Tipp: Fotografiere immer im RAW-Format, wenn dein Smartphone das unterstützt. RAW-Dateien bieten deutlich mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung als JPEG-Bilder.
Fazit: Smartphone-Unterwasserfotografie kann sich sehen lassen
Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Übung machst du mit deinem Smartphone Unterwasserbilder, die sich vor professionellen Aufnahmen nicht verstecken müssen. Der große Vorteil: Du hast deine "Kamera" immer dabei und musst nicht in teure Spezialtechnik investieren.
Das Wichtigste ist ein hochwertiges unterwasser gehäuse smartphone und die Bereitschaft, die Grundlagen der Unterwasserfotografie zu lernen. Mit jedem Tauchgang wirst du besser – und die Ergebnisse werden dich überraschen!
























