Du kennst das bestimmt: Der Tauchgang war eigentlich perfekt geplant, die Sicht unter Wasser ist fantastisch, aber nach 30 Minuten fängst du an zu zittern. Deine Finger werden taub, die Konzentration lässt nach – und plötzlich denkst du nur noch ans Auftauchen. Kälte ist der größte Feind des technischen Tauchers und kann nicht nur den Spaß verderben, sondern auch gefährlich werden.
Genau hier kommen die Santi Heizsysteme ins Spiel. Als aktive Taucher wissen wir bei der Tauchwerkstatt genau, was es bedeutet, bei 4°C Wassertemperatur einen 90-Minuten-Tauchgang zu absolvieren. Spoiler: Ohne vernünftige Heizung wird das zur Qual. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du mit Santi Heizwesten, Heizhandschuhen und den passenden Akkutanks auch bei langen Wintertauchgängen warm bleibst – und warum sich die Investition absolut lohnt! 🔥
Warum Kälte beim Tauchen so problematisch ist
Bevor wir in die Details der Santi Heizsysteme eintauchen, lass uns kurz klären, warum Kälte unter Wasser so ein großes Thema ist.
Wasser leitet Wärme etwa 25-mal schneller als Luft. Das bedeutet: Selbst wenn du einen hochwertigen Trockentauchanzug trägst, verliert dein Körper kontinuierlich Wärme an das umgebende Wasser. Bei langen Tauchgängen oder in besonders kalten Gewässern reicht die passive Isolation irgendwann einfach nicht mehr aus.
Die Folgen von Unterkühlung beim Tauchen sind nicht zu unterschätzen:
- Verminderte Konzentration und Reaktionsfähigkeit
- Erhöhtes Risiko für Dekompressionskrankheit
- Eingeschränkte Feinmotorik – besonders kritisch bei technischen Tauchgängen
- Vorzeitiger Tauchgangsabbruch – und das nervt einfach!
Ein guter Trockentauchanzug mit Thinsulate-Unterzieher ist natürlich die Basis. Aber für wirklich lange Tauchgänge oder extreme Bedingungen brauchst du aktive Wärmezufuhr.

So funktioniert das Santi Heizsystem
Das Prinzip hinter den Santi Heizsystemen ist genial einfach: Flexible Heizdrähte sind in Unteranzüge, Westen und Handschuhe eingearbeitet und übertragen konstante Wärme direkt auf deinen Körper.
Wichtig zu verstehen: Das System arbeitet nach dem Prinzip der Wärmeerhaltung, nicht der Aufheizung. Das bedeutet, du solltest die Heizung bereits zu Beginn des Tauchgangs aktivieren – nicht erst, wenn du schon frierst. So hältst du eine natürliche, gleichbleibende Körpertemperatur und vermeidest das unangenehme Wechselspiel zwischen Frieren und Schwitzen.
Die maximale Heiztemperatur ist übrigens auf 45°C begrenzt. Das klingt erstmal wenig, ist aber absolut ausreichend und verhindert Überhitzung oder Verbrennungen. Ein integrierter Sicherheitsschalter sorgt zusätzlich dafür, dass keine Hotspots entstehen können. Sicherheit geht vor! 👍
Die Komponenten im Überblick
Ein vollständiges Santi Heizsystem besteht aus mehreren Elementen, die du je nach Bedarf kombinieren kannst. Hier die wichtigsten:
Beheizte Unterzieher
Der Klassiker ist der Santi BZ400 – ein Heizunterzieher der Extraklasse. Er kombiniert Thinsulate-Material für passive Isolation mit integrierten Heizdrähten für aktive Wärmezufuhr. Das Beste: Selbst ohne aktivierte Heizung hält dich der BZ400 schon deutlich wärmer als normale Unterzieher.
Die Heizleistung liegt bei maximal 110 Watt – das ist ordentlich Power! Mit einem 24Ah-Akku erreichst du damit eine Betriebszeit von etwa 2,5 bis 3 Stunden. Für die meisten technischen Tauchgänge ist das mehr als ausreichend.
Für kürzere Tauchgänge oder weniger extreme Bedingungen gibt es den Santi Flex 2.0. Er ist leichter und flexibler, bietet aber immer noch hervorragende Wärmeleistung. Perfekt für Taucher, die hauptsächlich in gemäßigt kalten Gewässern unterwegs sind.

Heizwesten
Die Santi Heizweste ist eine geniale Ergänzung für Taucher, die nicht gleich in einen kompletten Heizunterzieher investieren möchten. Sie konzentriert die Wärme auf den Torso – also genau dort, wo dein Körper am meisten Wärme produziert und verliert.
Pro-Tipp: Trage unter der Heizweste immer einen Baselayer – also dünne Thermo- oder Wollunterwäsche. Das optimiert die Wärmeverteilung und verhindert, dass die Heizdrähte direkt auf der Haut liegen.
Heizhandschuhe
Kalte Finger sind nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Wenn du im Notfall nicht mehr vernünftig greifen oder dein Equipment bedienen kannst, wird's kritisch. Die Santi Heizhandschuhe lösen dieses Problem elegant.
Sie werden über das gleiche System wie Weste oder Unterzieher mit Strom versorgt und halten deine Hände auch bei mehrstündigen Tauchgängen in eiskaltem Wasser warm. Besonders für Wrack- und Höhlentaucher sind sie quasi unverzichtbar.
Akkutanks (externe Batterie)
Das Herzstück des Systems ist die externe Batterie. Sie wird außerhalb des Trockentauchanzugs getragen – typischerweise am Harness oder als Canister an der Hüfte. Die Verbindung zum Heizanzug erfolgt über eine Thermovalve oder Ventildurchführung.
Die externen Akkus gibt es in verschiedenen Kapazitäten. Je nachdem, wie lange deine Tauchgänge sind und wie viel Heizleistung du benötigst, kannst du den passenden Akku wählen. 24Ah sind ein guter Standard für die meisten Anwendungen.

Für wen lohnt sich ein Santi Heizsystem?
Klar, ein Heizsystem ist eine Investition. Aber für bestimmte Taucher ist es absolut Gold wert:
- Technische Taucher mit langen Grundzeiten und entsprechenden Deko-Stopps
- Winterjunkies, die auch bei Eiseskälte nicht aufs Tauchen verzichten wollen
- Wrack- und Höhlentaucher, die oft stundenlang unter Wasser sind
- Taucher mit Kälteproblemen, die schneller frieren als andere
- Berufstaucher, die täglich mehrere Stunden im Wasser verbringen
Wenn du hauptsächlich im Sommer im Mittelmeer tauchst und deine Tauchgänge selten länger als 45 Minuten dauern, wirst du wahrscheinlich auch ohne Heizung gut klarkommen. Aber sobald du in heimischen Gewässern unterwegs bist – egal ob Bodensee, Ostsee oder ein Bergwerksstollen – sieht die Sache schon anders aus.
Praktische Tipps für den Einsatz
Damit du das Maximum aus deinem Santi Heizsystem herausholst, hier ein paar Tipps aus der Praxis:
1. Heizung früh aktivieren
Schalte das System bereits beim Anziehen oder spätestens beim Einstieg ins Wasser ein. So baust du von Anfang an einen Wärmepuffer auf.
2. Auf die richtige Schichtung achten
Baselayer unter dem Heizanzug, Trockentauchanzug drüber. Die Heizung funktioniert am besten, wenn sie nicht direkt auf der Haut liegt.
3. Akku vor dem Tauchgang checken
Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku nach 20 Minuten. Lade den Akku immer vollständig auf und überprüfe vor dem Tauchgang die Kapazität.
4. Heizleistung anpassen
Die meisten Systeme haben mehrere Heizstufen. Starte auf mittlerer Stufe und passe bei Bedarf an. Vollgas von Anfang an ist meist nicht nötig.
5. System regelmäßig warten
Wie jedes Equipment braucht auch dein Heizsystem Pflege. Überprüfe regelmäßig die Verbindungen und lass das System bei Bedarf professionell warten.

Fazit: Investition in Komfort und Sicherheit
Ein Santi Heizsystem ist mehr als nur ein Komfort-Upgrade – es ist eine Investition in deine Sicherheit. Wer warm bleibt, bleibt konzentriert. Wer konzentriert bleibt, taucht sicherer. Und wer sicherer taucht, hat mehr Spaß.
Die Kombination aus Heizunterzieher, Heizweste und Heizhandschuhen gibt dir die Flexibilität, dein Setup genau an deine Bedürfnisse anzupassen. Ob extremer Wintertauchgang im Bergwerksstollen oder gemütlicher Herbsttauchgang im See – mit Santi bist du bestens gerüstet.
Du hast Fragen zu Santi Heizsystemen oder möchtest dich persönlich beraten lassen? Schreib uns einfach! Über unsere Kontaktseite erreichst du uns jederzeit. Als aktive Taucher können wir dir aus erster Hand berichten, wie sich die verschiedenen Systeme in der Praxis bewähren.
Übrigens: In unserem Shop findest du eine große Auswahl an Tauchequipment für jeden Anspruch – von der Grundausstattung bis zum High-End-Zubehör. Und falls du noch nach der passenden Ausbildung suchst, schau mal bei unseren Tauchkursen vorbei!
Stay warm, dive safe! 🤿🔥























