hero image

Du hast gerade deinen Open Water Diver gemacht und bist absolut begeistert von der Unterwasserwelt? 🤿 Verständlich! Jetzt willst du deine erste eigene Tauchausrüstung kaufen – und genau hier passieren die meisten Fehler. Fehler, die nicht nur ins Geld gehen, sondern auch deine Sicherheit gefährden können.

Wir sind selbst aktive Taucher und sehen diese Fehlkäufe leider viel zu oft. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die 7 häufigsten Fehler beim Kauf der ersten Tauchausrüstung – und wie du sie ganz einfach vermeidest.


Fehler #1: Das verlockende Komplett-Set kaufen 📦

Der Klassiker unter den Anfängerfehlern! Du siehst ein günstiges Set aus Maske, Schnorchel und Flossen für unter 50 Euro. Klingt nach einem Schnäppchen, oder?

Das Problem: Diese Sets sind auf Masse produziert, nicht auf Passform. Die Maske drückt, die Flossen sind zu steif oder zu weich, und der Schnorchel hat einen ungünstigen Winkel. Das Ergebnis? Du kaufst innerhalb eines Jahres alles nochmal – diesmal einzeln und passend.

Besser so: Investiere lieber etwas mehr Zeit und kaufe jedes Teil einzeln und nach Anprobe. Eine hochwertige Tauchmaske hält bei guter Pflege über 10 Jahre. Das rechnet sich langfristig immer.


Fehler #2: Die Tauchmaske online kaufen – ohne sie je anprobiert zu haben 👀

Ja, Online-Shopping ist bequem. Aber bei einer Tauchmaske kann das richtig nach hinten losgehen.

Jedes Gesicht ist anders. Nasenbreite, Augenabstand, Wangenknochen – all das beeinflusst, ob eine Maske dicht sitzt oder nicht. Eine undichte Maske unter Wasser ist nicht nur nervig, sondern kann auch Panik auslösen – besonders bei Anfängern.

Taucher mit perfekt sitzender Tauchmaske unter Wasser, optimale Passform ist entscheidend beim Tauchausrüstung kaufen

Der richtige Test: Halte die Maske ohne Band ans Gesicht und atme leicht durch die Nase ein. Hält sie von selbst? Perfekt. Fällt sie sofort ab? Nächstes Modell testen.

Unser Tipp: Schau dir verschiedene Masken-Modelle an und lass dich beraten. Wir helfen dir gerne dabei, die perfekte Passform zu finden – schreib uns einfach! 💬


Fehler #3: Flossen nach Optik statt nach Funktion auswählen

Die leuchtend gelben Flossen sehen cool aus? Mag sein. Aber passen sie zu deinem Tauchstil und deiner Beinmuskulatur?

Das wird oft unterschätzt:

  • Zu steife Flossen ermüden deine Beine schnell und erhöhen den Luftverbrauch
  • Zu weiche Flossen liefern kaum Vortrieb – du strampelst dich ab
  • Falsche Größe führt zu Blasen und Druckstellen im Füßling

Flossen sind das Antriebssystem deines Körpers unter Wasser. Wenn sie nicht passen, wirst du jeden Tauchgang als anstrengend empfinden.

Die Lösung: Probiere verschiedene Flossen-Modelle mit deinen Füßlingen an. Bewege dich damit, simuliere Flossenschläge. Erst wenn sich alles natürlich anfühlt, hast du die richtige Wahl getroffen.


Fehler #4: Sofort die teuerste High-End-Ausrüstung kaufen 💸

„Wer billig kauft, kauft zweimal" – diesen Spruch kennst du sicher. Aber das bedeutet nicht, dass du als Anfänger direkt zum Profi-Equipment greifen solltest.

Ein Tauchcomputer mit Rebreather-Modus und Multi-Gas-Integration? Klingt beeindruckend, bringt dir als frisch zertifizierter Open Water Diver aber genau null Mehrwert. Schlimmer noch: Die komplexen Menüs verwirren dich und lenken von den wichtigen Basics ab.

Flach aufgereihte Einsteiger-Tauchausrüstung: Tauchcomputer, BCD-Jacket und Atemregler als Basis für Anfänger

Was du wirklich brauchst:

  • Einen zuverlässigen Tauchcomputer mit klarer Anzeige und einfacher Bedienung
  • Ein BCD, das gut sitzt – nicht das mit den meisten Features
  • Einen Atemregler, der gewartet und zuverlässig ist

Der smarte Ansatz: Starte mit solider Mittelklasse-Ausrüstung. Wenn du nach 50-100 Tauchgängen weißt, welche Features du wirklich nutzt, kannst du gezielt upgraden. Schau dir unsere Instrumente an – da findest du für jeden Level das Passende.


Fehler #5: Die falsche Reihenfolge beim Ausrüstungskauf

Viele Einsteiger kaufen zuerst das, was am aufregendsten erscheint: Tauchcomputer, Lampe, vielleicht sogar ein Unterwasser-Kameragehäuse. 📸

Das Problem: Du hast 800 Euro für Gadgets ausgegeben, tauchst aber immer noch mit einer geliehenen Maske, die nicht richtig sitzt.

Die richtige Reihenfolge:

Priorität Ausrüstung Warum zuerst?
1 Maske, Flossen, Füßlinge Direkter Körperkontakt, muss perfekt passen
2 Tauchcomputer Sicherheitsrelevant, eigenes Gerät kennenlernen
3 Tauchanzug Individuell, schwer zu leihen
4 BCD/Jacket Wichtig für Tarierung
5 Atemregler Kann anfangs gut geliehen werden

Starte mit der ABC-Ausrüstung. Die ist nicht teuer, kannst du auch zum Schnorcheln nutzen, und sie begleitet dich bei jedem einzelnen Tauchgang.


Fehler #6: Das BCD nach Preis statt nach Passform wählen

Ein Tarierjacket ist keine Jacke, die „ungefähr" passen muss. Es ist dein Kontrollzentrum unter Wasser. Sitzt es nicht richtig, hast du Probleme mit der Tarierung, die Bleitaschen rutschen, und die Inflator-Schläuche sind nicht dort, wo deine Hände sie erwarten.

Taucher justiert sein BCD-Jacket unter Wasser, richtige Passform für sichere Tarierung mit der ersten Tauchausrüstung

Typische Probleme bei falscher Größe:

  • Jacket rutscht nach oben → Kopf wird nach vorne gedrückt
  • Zu locker → schlechte Tarierungskontrolle
  • Zu eng → eingeschränkte Atmung, unangenehmes Gefühl

Unsere Empfehlung: Nimm dir Zeit bei der Auswahl deines Jackets. Probiere es mit Anzug und Bleisystem an. Simuliere Bewegungen. Ein gutes BCD fühlst du beim Tauchen gar nicht – es ist einfach da und funktioniert.


Fehler #7: Gebrauchte Ausrüstung ohne Revision kaufen ⚠️

Gebrauchte Tauchausrüstung zu kaufen ist grundsätzlich eine gute Idee – wenn du weißt, was du tust. Leider kaufen viele Anfänger blind gebrauchte Atemregler oder BCDs und vertrauen darauf, dass „alles noch funktioniert".

Das Risiko: Ein Atemregler, der drei Jahre im Keller lag, kann korrodierte Membranen haben. Ein altes BCD kann poröse Blasen entwickeln. Das merkst du dann erst unter Wasser – im schlimmsten Fall in 30 Metern Tiefe.

Die Regel: Jede gebrauchte lebenserhaltende Ausrüstung (Atemregler, BCD, Tauchcomputer) braucht vor dem ersten Einsatz eine professionelle Revision. Rechne diese Kosten in den Kaufpreis ein.

Bei Masken und Flossen ist das weniger kritisch – hier zählt nur die Passform und der optische Zustand.


Die goldene Einsteiger-Regel beim Tauchausrüstung kaufen

Wenn du dir eine Sache aus diesem Artikel merkst, dann diese:

Kaufe nichts, was du nicht vorher anprobiert oder getestet hast – egal wie gut das Angebot klingt.

Nimm dir Zeit. Lass dich beraten. Frag erfahrene Taucher in deinem Verein oder deiner Tauchschule. Und ja, es ist völlig okay, mit geliehenem Equipment anzufangen und Stück für Stück deine eigene Ausrüstung aufzubauen.


Dein nächster Schritt 🚀

Du willst deine erste Tauchausrüstung kaufen und Fehlkäufe vermeiden? Wir bei Tauchwerkstatt helfen dir gerne dabei, die richtige Wahl zu treffen. Egal ob du Fragen zu Masken, Flossen oder Jackets hast – schreib uns einfach!

Wir sind selbst aktive Taucher und wissen genau, worauf es ankommt. Gemeinsam finden wir die Ausrüstung, die zu dir, deinem Tauchstil und deinem Budget passt.

Gut Luft! 🤿

Zuletzt angesehen